Wer sich entschließt, zuhause etwas für seine Fitness zu tun, landet schnell beim Stepper. Er ist klein, effektiv und meist günstiger als ein Laufband. Doch ein Blick auf den Markt zeigt: Die Auswahl ist riesig.
Es gibt Mini Stepper, Geräte mit Zugbändern, Modelle mit Haltegriff (Stange) und sogenannte Swing Stepper. Aber wo liegen die Unterschiede? Und welcher Stepper ist der richtige für deine Ziele?
In diesem Artikel helfen wir dir, durch den Dschungel der Begriffe zu navigieren und das perfekte Gerät für dich zu finden.
1. Der Klassiker: Der Mini Stepper (Up-Down)
Dies ist das Standardmodell, das in den meisten Haushalten zu finden ist. Er besteht im Wesentlichen aus zwei Pedalen und zwei Hydraulikzylindern.
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Bewegung: Klassisches Treppensteigen (gerade auf und ab).
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Vorteile: Extrem platzsparend (passt unter das Bett), günstig in der Anschaffung, einfache Bedienung.
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Für wen geeignet? Für Einsteiger, die wenig Platz haben und primär ihre Beinmuskulatur trainieren sowie Kalorien verbrennen wollen.
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Nachteile: Ohne Zubehör trainiert er „nur“ den Unterkörper.
2. Der Ganzkörper-Profi: Stepper mit Bändern (Expander)
Ein häufiges Upgrade des Mini Steppers ist die Variante mit integrierten Latex-Zugbändern (Resistance Bands).
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Das Besondere: Während du mit den Beinen trittst, ziehst du mit den Armen an den Bändern. Das simuliert Bewegungen wie Bizeps-Curls oder Schulterdrücken.
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Vorteile: Du verwandelst das reine Beintraining in ein Ganzkörper-Workout. Dadurch steigt dein Kalorienverbrauch deutlich an, und du straffst gleichzeitig deine Arme und Schultern.
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Für wen geeignet? Für alle, die Zeit sparen wollen und maximale Fettverbrennung in kurzer Zeit suchen.
3. Der Sicherheits-Champion: Stepper mit Stange (Haltegriff)
Ein Stepper mit Stange (Haltegriff) bietet eine feste Säule, an der du dich festhalten kannst.
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Das Besondere: Er bietet maximale Stabilität. Anders als beim freien Steppen musst du hier nicht ständig das Gleichgewicht ausbalancieren.
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Vorteile: Du kannst dich voll auf die Beinbewegung konzentrieren, ohne Angst zu haben, das Gleichgewicht zu verlieren. Zudem ermöglicht der Griff eine aufrechtere Haltung.
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Für wen geeignet? Ideal für Senioren, Menschen mit Gleichgewichtsproblemen oder Personen, die sich nach einer Verletzung in der Reha befinden. Auch bei sehr langen Ausdauer-Einheiten ist der Griff angenehm.
4. Die Technik-Frage: Swing Stepper vs. Side Stepper
Neben der Ausstattung (Stange/Bänder) gibt es Unterschiede in der Bewegungsrichtung:
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Up-Down Stepper: Die Pedale bewegen sich nur vertikal (hoch und runter). Das imitiert reines Treppensteigen.
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Swing Stepper (oder Twist Stepper): Die Pedale bewegen sich leicht seitlich nach außen/unten (V-Form).
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Side Stepper: Die Bewegung geht fast komplett seitwärts.
Warum ist das wichtig? Der Swing Stepper aktiviert durch die leichte Drehbewegung in der Hüfte zusätzlich die seitliche Bauchmuskulatur und die Außenseiten der Oberschenkel (Reiterhosen-Bereich). Wenn du also speziell deine Taille formen möchtest, ist ein Swing-Modell oft die bessere Wahl.
Hinweis: Viele moderne Mini Stepper sind bereits Swing Stepper. Achte auf die Produktbeschreibung!
Fazit: Deine Checkliste vor dem Kauf
Bevor du dich entscheidest, stelle dir folgende drei Fragen:
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Wie ist mein Gleichgewicht? (Unsicher? → Nimm einen mit Stange).
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Will ich Arme mittrainieren? (Ja? → Nimm einen mit Bändern).
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Will ich Taille formen? (Ja? → Achte auf die Bezeichnung „Swing“ oder „Twist“).
Egal für welches Modell du dich entscheidest: Wichtig ist, dass es nicht quietscht und rund läuft. Wie du dein Gerät pflegst, erfährst du in unserem Ratgeber zur Stepper-Wartung.
Finde deinen Favoriten und starte noch heute dein Heimtraining!