Sie sind mitten im Workout, aber bei jeder Umdrehung hören Sie ein Quietsch... Klick... Quietsch. Das ist extrem nervig und raubt jedem die Motivation. Viele Kunden denken sofort: "Oh nein, das Gerät ist kaputt!"
Die gute Nachricht: In 90% der Fälle ist das Gerät völlig in Ordnung. Ein Heimtrainer besteht aus vielen beweglichen Metallteilen. Durch Transport, Vibrationen und Belastung müssen diese gelegentlich justiert werden. Hier sind die 3 häufigsten Ursachen für Geräusche und wie Sie diese selbst beheben – ohne Techniker.
Lösung 1: Die Pedale und Kurbelarme (Die häufigste Ursache)
Wenn Sie ein rhythmisches "Knacken" oder "Klicken" hören, liegt das fast immer an der Verbindung zwischen Pedal und Kurbelarm. Besonders nach langer Nutzung oder sehr intensivem Training wirken hier enorme Kräfte.
Der Experten-Check (Schritt-für-Schritt):
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Nicht blind nachziehen! (Wichtig): Drehen Sie das Pedal zuerst komplett heraus. Prüfen Sie das Gewinde am Pedal und an der Kurbel genau.
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Warum? Wenn das Gewinde beschädigt ist ("ausgeleiert" oder "überdreht"), hilft kein Nachziehen mehr. In diesem Fall benötigen Sie ein Ersatzteil.
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Reinigen: Ist das Gewinde intakt? Wischen Sie Metallspäne oder Schmutz mit einem Tuch ab.
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Gefühlvoll festziehen: Schrauben Sie das Pedal wieder ein. Ziehen Sie es mit dem Maulschlüssel fest, damit nichts wackelt – aber wenden Sie keine rohe Gewalt an!
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Warnung: Wenn Sie zu fest drehen ("nach fest kommt ab"), riskieren Sie, das Gewinde zu zerstören (Gewindefraß).
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Erinnerung: Das linke Pedal hat ein Linksgewinde (gegen den Uhrzeigersinn festziehen).
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Lösung 2: Der unebene Stand (Boden & Transport)
Wenn der Heimtrainer nicht zu 100% waagerecht steht, verwindet sich der Stahlrahmen bei Belastung minimal. Das erzeugt oft ein Knarz-Geräusch am Rahmen.
Der "Reset"-Trick: Die meisten SunJet Modelle (besonders Speedbikes) haben schwarze Stellfüße an den Bodenrohren. Durch den Transport können sich diese lockern.
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Drehen Sie alle Stellfüße erst einmal komplett hinein (auf die "Null-Position").
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Stellen Sie das Rad an seinen Platz.
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Drehen Sie nun nur die Füße heraus, die den Boden nicht berühren, bis das Rad kippelfrei steht.
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Der Test: Rütteln Sie kräftig am Sattel. Das Rad darf sich keinen Millimeter bewegen.
Lösung 3: Schrauben nachziehen (Die "Erstinspektion")
Nach den ersten 10 bis 15 Trainingseinheiten "setzt" sich das Metall. Schrauben, die beim Aufbau fest waren, können sich minimal lockern. Gehen Sie einmal mit dem Werkzeug um das Rad herum und prüfen Sie:
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Die Schrauben an den Standfüßen.
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Die Verbindung am Lenkerholm.
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Die Befestigung unter dem Sattel.
Profi-Tipp: Das Quietschen der Bremse beheben

Hören Sie ein hohes, schleifendes Fiiiiiep? Bei Indoor Cycles mit Filzbremse ist das oft ein Zeichen, dass das Brems-Pad zu trocken ist.
Die "Öl-Kur" für die Schwungscheibe: Geben Sie das Öl nicht direkt auf den Filz, sondern nutzen Sie diesen Trick für eine bessere Verteilung:
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Geben Sie ein paar Tropfen Silikonöl direkt oben auf die Lauffläche der Schwungscheibe (das große Rad, das sich dreht).
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Drehen Sie den Widerstandsknopf sehr fest (so fest, dass Sie die Pedale gerade noch bewegen können).
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Treten Sie nun einige Runden kräftig in die Pedale.
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Der Effekt: Durch den hohen Druck saugt sich der Bremsfilz gleichmäßig mit dem Öl von der Scheibe voll. Das Quietschen verschwindet sofort und der Widerstand läuft wieder geschmeidig.
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Achtung: Es darf niemals Öl auf den Antriebsriemen (Belt) gelangen! Das würde zum Durchrutschen führen.
Fazit: Wartung gehört dazu
Ein Heimtrainer ist wie ein Auto – er braucht ab und zu etwas Pflege. Wenn Sie diese Punkte beachten, vermeiden Sie nicht nur nervige Geräusche, sondern verlängern auch die Lebensdauer Ihres SunJet Heimtrainers erheblich.